

Anhand der Infoblätter können Sie die parlamentarische Arbeit von VIVANT-Ostbelgien nachlesen und verfolgen.
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Übersicht aller VIVANT-Ostbelgien-Beiträge "Das Wort den Parteien". Diese Rubrik liest sich wie ein Rückblick auf die Politik in der DG und ihre Versäumnisse.

Meine Name ist Michael Balter, ich bin der Spitzenkandidat für VIVANT-Ostbelgien zur DG-Wahl 2009. Ich bin 32 Jahre jung, von Beruf Kaufmann und wohnhaft in Hüllscheid 1A in der Gemeinde Büllingen.
Ich lebe seit 9 Jahren mit meiner Partnerin und deren zwei Kindern zusammen in Hüllscheid, einem kleinen Weiler in der Gemeinde Büllingen, rund 2 km von der deutsch-belgischen Grenze entfernt.
Ausbildung:
1994 habe ich mein Abitur am Königlichen Athenäum in Bütgenbach gemacht. Anschließend war ich ein Jahr in Lüttich, Ecole Sainte Marie – Abteilung Außenhandel. Später Weiterbildung an der privaten Wirtschaftsakademie in Blieskastel (D), Abteilung Betriebswirtschaft.
Berufliche Laufbahn:
Schön früh half ich in den verschiedenen Unternehmungen meiner Eltern. Mein Vater und meine Mutter betreiben ein Hotel-Restaurant, direkt an der deutsch-belgischen Grenze in Losheim. In den 70er-Jahren bauten meine Eltern in Hergersberg (Gemeinde Büllingen) eine Mehrzweckhalle für einen Supermarkt und ein Möbelgeschäft. Diese Unternehmungen wurde ständig erweitert. 1989 bauten sie dann ein Gebäude, welches ein Krippenmuseum beinhaltet,die Krippana.
Als ich im Sommer 1995 von Lüttich nach Hause kam, ließ der elterliche Betrieb mir plötzliche keine Ruhe mehr. Da wir gerade ein neues Projekt starteten, verließ ich Lüttich und fand eine neue Aufgabe. Gemeinsam mit meinem Bruder Guido plante und organisierte ich den Bau einer neuen Ausstellung, der Euro Tecnica, damals die größte vollständig digitalgesteuerte Modelleisenbahnanlage Europas.
In den folgenden Jahren war ich den verschiedensten Bereichen dieser Unternehmungen beschäftigt. Anfangs als Kellner und Buchhalter, dann verantwortlich für die Personalstruktur, und später als Geschäftsführer und Leiter der Krippana. In dieser Zeit lernte ich den Beruf des Kaufmanns von der Picke auf, wurde mit Problemen und Sorgen konfrontiert, erweiterte und vergrößerte die verschiedenen Betriebe und beschäftigte mich immer mehr mit Kunst und Kultur und war somit jedes Jahr verantwortlich für den Umbau des Krippenmuseums und die Planung von künstlerischen Sonderausstellungen, z.B. ArsShona.
2005 ein neues Projekt, die ArsFIGURA, eine Dauerausstellung von antiken Puppen und beweglichen Automaten im Stil des 19. Jahrhunderts. Da ein Unternehmer immer mit der Zeit gehen muss, schlossen wir diesem Projekt noch ein Mineralienfachgeschäft an und vergrößerten unseren Supermarkt. Aufgrund der Vielzahl der Ausstellungen und Geschäfte wurde 2006 – dieser Kleinod an der deutsch-belgischen Grenze - zum Ardenner Cultur Boulevard, den ich nun gemeinsam mit meinem Bruder Guido leite.
Der Weg in die Politik.
Bereits sehr früh interessierte ich mich für alles, was mit Politik zu tun hat. Diskutierte mit Lehrern, meinem Vater und meinen Grosseltern und las alles, was ich zum Thema in die Finger bekam. Immer schon lag mir die Umwelt am Herzen, unnötige Energieverschwendung war mir ein Gräuel, ich drehte heimlich in der Schule die Heizungsthermostate runter, verstand, nicht warum nicht mehr Bäume gepflanzt wurden und verteufelte alles, was mit Umweltverschmutzung zu tun hat. Ich verhielt mich jedoch den Parteien gegenüber neutral. Irgendwie traute ich diesen nicht. 1997 bekam ich von einem Bekannten ein Buch in die Hand gedrückt mit dem Titel: „Wer hat Angst vor Silvio Gesell?“
Dieses Buch drehte alles, was ich bis dato über Geld wusste, auf den Kopf. Als Jung-Unternehmer und Kaufmann verstand ich die Materie sofort und war fasziniert von dem Gedanken Gesells: Geld muss fließen!
Ich bestellte mir sofort Bücher zum Thema und sprach mit Freunden und Bekannten über diese Thematik. Aber keiner biss an. Da ich in den kommenden Jahren beruflich sehr ausgelastet und enttäuscht war, dass niemand mit mir über Gesells Theorie reden wollte, legte ich die Sache auf Eis. Ich persönlich setzte mich jedoch immer mehr mit dieser Theorie auseinander und las Bücher und Bücher zum Thema.
2005 plötzlich las ich einen Leserbrief von Dr. Joseph Meyer im Grenz-Echo mit dem Titel: Venntaler. Ich erschrak, jemand dachte so wie ich. Herr Meyer wurde attackiert und ich schoss zurück. In einem Leserbrief verteidigte ich seine Aussagen, und rief ihn an. Bei einem Treffen mit der damaligen Gruppe von Vivant wurde mir klar, dass wir auf einer Wellenlänge liegen und schritten sofort los, mit dem unbändigen Willen, die Theorien von Gesell an den Mann und die Frau zu bringen. Was wir dann auch in zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen taten.
2006 – Kommunalwahlen: Ich gründete die Gruppe WAL – Durch Wissen anders Leben – zog in den Büllinger Wahlkampf und holte knapp 6% der Stimmen, was jedoch nicht für den Einzug in den Gemeinderat reichte. Unser Schwerpunkt war damals der Klimaschutz. In verschiedenen Vorträgen zeigten wir, anhand des Beispiels des Bioenergiedorfes Jühnde (D), wie Büllingen oder andere Eifelgemeinden eine Energieautarkie aufbauen könnten.
Zwischen 2006 und 2009 organisierten wir von Vivant zahlreiche Vorträge zum Thema Klimaschutz und Geld. Auch Filmvorführungen gehörten zum Repertoire: So brachten wir als Belgiens Premiere den Film von Al Gore: „Eine unbequeme Wahrheit“ ins Kino und 2008 – auch wieder als erste in Belgien - den Film: „Lets make money.“
Und nun steht der Wahlkampf 2009 bevor. Ich freue mich, dass ich als Spitzenkandidat diese junge, dynamische und engagierte Truppe von Vivant-Ostbelgien in den Wahlkampf führen darf. Unser Ziel ist ganz klar die zwei Sitze im Parlament zu verteidigen und konstruktiv die Themen Geldwesen und Klimaschutz sowie Volksbefragung und Reform des Sozialstaates anzugehen und gemeinsam mit anderen Parteien Lösungen auszuarbeiten zum Wohle des Bürgers. Ja, wir wollen uns mit den anderen Parteien an einen Tisch zu setzen, klar und deutlich die Fakten analysieren und nach Lösungen suchen. Wir haben einige interessante Möglichkeiten gefunden, der kommenden Wirtschaftskrise entgegenzusteuern. Ob es die Lösung ist, bleibt zu prüfen, aber es ist ein Weg.
Das ist es, was wir brauchen: Einen neuen Weg für eine gerechtere Zukunft. Meine Motivation: Ich bin der Meinung, jeder Mensch sollte - seinen Möglichkeiten entsprechend – versuchen, einen positiven Beitrag zum Wohle der Erde und der Menschheit zu leisten. Das sind große Worte, aber es können die kleinen Taten sein, die dazu beitragen. Hierzu eine kleine Geschichte:
Es war einmal ein Wald, in dem ein großes Feuer ausbrach. Alle Tiere waren gelähmt vor Angst. Sie wussten nicht, was sie tun sollten. Nur ein einziger kleiner Kolibri beschloss, sich von seiner Angst nicht überwältigen zu lassen und zu tun, was er tun konnte. Der Kolibri flog zum Fluss und begann Wasser herbeizuschaffen; dorthin, wo das Feuer loderte. Er flog hin und zurück und warf jedes Mal sein eines Tröpfchen Wasser auf das Feuer. Die anderen Tiere beobachteten den Kolibri und wurden wütend. „Was glaubst du denn, wer du bist?“, fragten sie ihn. „Das Feuer ist übermächtig! Da kannst du rein gar nichts ausrichten! Du bist nur ein Kolibri!“ Aber der Kolibri setzte sich mit ganzem Herzen ein. Er glaubte an seine Fähigkeit, etwas bewirken zu können. Er war beharrlich. Immer wieder flog er zum Fluss und zurück. Und der Kolibri sagte: „Ich tue, was ich kann.“
Und so versuche ich frei nach dem Motto: „Ich tue, was ich kann“, meinen kleinen Beitrag zu leisten.
Privat:
Meine Familie steht im Mittelpunkt. Ich habe mit meiner Frau ein ökologisches Holzhaus gebaut, frei von Giftstoffen (hoffentlich), beheizt (wenig) über eine Wärmepumpe und Sonnenkollektoren, der Strom kommt vom Dach (Photovoltaik) und ein Teil des benötigten Wassers vom Himmel (Regen). Großer Garten, viele, viele Bäume – leider auch Mäuse und schöne Blumen, (kümmert sich meine Frau drum).
Dann mein Job. Ja mein Beruf ist für mich, genauso wie die Arbeit bei Vivant, eine Berufung. Ich liebe meinen Job, die Arbeit mit Menschen, mit Kunst, mit Kultur, das Planen und das „Neuschaffen“ immer wieder neue interessante Projekte.
Und dann meine Bäume. Nun sind es bereits über 20.000, die ich den letzten Jahre gepflanzt oder pflanzen hab´ lassen. Bäume sind für mich ein Geschenk der Schöpfung. Sie speichern Kohlenstoff, erzeugen Sauerstoff, regulieren den Wasserkreislauf spenden Lebensraum für zahlreiche Arten. „Was ich davon habe?“, fragte mich mal mein Nachbar. „Luft zum Atmen“, antwortete ich ihm. Aber besonders das Gefühl, etwas Gutes getan zuhaben.
„Wenn ich wüsste, das morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther gesagt haben. Als kleiner Junge dachte ich schon: „Ich kann nicht verstehen, dass nicht mehr Bäume gepflanzt werden.“ Und meint Nachbar lachte. Schade.
Ihr Michael Balter
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